Das myoscope System der Sensamotion liefert der konventionellen Nadel-Elektromyographie absolut vergleichbare Signale, erstmals jedoch als nicht-invasives Verfahren und völlig schmerzfrei.
Herkömmliche Messverfahren der Nadel-Elektromyographie setzen lange Nadelelektroden ein, die mehrfach in den zu untersuchenden Muskel eingestochen und zur Detektion geeigneter Ableitorte im Muskel bewegt werden. Ein für den Patienten sehr schmerzhaftes und belastendes Verfahren, das darüber hinaus besondere Anforderungen an Arzt und Ausrüstung stellt. Das myoscope System der Sensamotion liefert der konventionellen Nadel-Elektromyographie absolut vergleichbare Signale, erstmals jedoch als nicht-invasives Verfahren und völlig schmerzfrei.
In enger Kooperation mit dem Helmholtz-Institut der RWTH Aachen ist es der Sensamotion gelungen, die bis auf die Ebene der einzelnen Motorischen Einheit reichende Auflösung der Nadel-Elektromyographie mit dem neuen, nicht-invasiven Messverfahren des Geräts myoscope zu erreichen. Augrund der Schmerzfreiheit des Verfahrens wird die Akzeptanz beim Patienten erheblich erhöht, so dass auch wiederholte Verlaufskontrollen problemlos durchführbar sind. Das atraumatische Messverfahren ermöglicht damit insbesondere auch die Durchführung der Untersuchung bei Kindern - etwa in der Neuropädiatrie.
Anwendungsgebiete
Differenzierung zwischen myogenen und neurogenen Erkrankungen,
z.B. die Diagnose der folgenden neuro-muskulären
Erkrankungen:
- Hereditäre Motorische und Sensorische Neuropathie (HMSN)
- Duchenne'sche Muskeldystrophie (DMD)
- Becker-Muskeldystrophie (BMD)
- Spinale Muskelatrophie (SMA)
Myoscope liefert wesentliche diagnostische Informationen, auf deren Grundlage sich zum Beispiel eine nachgelagerte Gen-Analyse wesentlich präziser und effizienter durchführen lässt.
Zusätzlich ermöglicht die völlige Neukonzeption des myoscope die Erfassung weitergehender muskelphysiologischer Parameter, die mit dem herkömmlichen Verfahren der Nadel-Elektromyographie nicht messbar sind. Denn durch die Konstruktion des myoscope mit 16 goldenen Messfühlern wird es möglich auch Bereichsmessungen vorzunehmen. So kann beispielsweise die Elektromyographie von benachbarten Motorischen Einheiten in einem Schritt und zeitlich synchron erfolgen. Ein bislang in der Nadel-Elektromyographie erforderliches, vielfaches Einstechen entfällt.
Darüber hinaus können Endplatten-Regionen lokalisiert werden, und auch das Fortschreiten der Aktionspotentiale kann sichtbar gemacht sowie die hieraus resultierende Muskelleitgeschwindigkeit als direkter Muskelparameter gemessen werden. Die Muskelleitgeschwindigkeit ist ein neuer, mit der herkömmlichen invasiven Nadel-Elektromyographie nicht messbarer Parameter, der eine direkte Aussage über Eigenschaften und mögliche pathologische Veränderungen der Muskulatur erlaubt. Sie ist z.B. ein exzellenter Parameter zur Differenzierung von Myopathien aufgrund verringerter Muskelleitgeschwindigkeit, wie dies z.B. bei Duchenne'sche Muskeldystrophie und Becker Muskeldystrophie der Fall ist.
Diagnostische Parameter
Die mit myoscope erfassten diagnostischen Parameter entsprechen den aus der Nadel- Elektromyographie bekannten. So ist beispielsweise die Visualisierung des Ruhetonus und die Darstellung auch kleinster Reinnervationspotentiale ebenso möglich wie die Einzel-MUAP-Analyse (Amplitude und Latenzzeit einzelner Aktionspotentiale) oder die Visualisierung des Interferenzmusters bei maximaler Willkür-Innervation.
Kostenvorteile
Aufgrund der Schmerzfreiheit des Verfahrens wird die Elektromyographie mit myoscope vermehrt eingesetzt. Zusäzlich kann die nicht-invasive Elektromyographie - nach Einweisung - an nicht-ärztliche Assistenten delegiert werden. Auf diese Weise kann eine schnelle Amortisation der Investition in das System erfolgen, z.B.:
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GOÄ:
GOÄ-Ziffer 838; 2,3facher Satz
Kostenerstattung pro Untersuchung 73,74 EURO.
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EBM 2008:
Abrechnungspunkte lt. EBM2008 - Ziffer 04437 520
Kostenerstattung pro Untersuchung 13,52 EURO.
Vorteile des Myoscope Systems
Durch die Nicht-Invasivität des Verfahrens ist eine Untersuchung schmerzfrei und kann deswegen häufiger und zum Beispiel auch an Kindern oder sogar Neonaten durchgeführt werden.
Gleichzeitig ist die Untersuchung für den behandelnden Arzt einfacher und schneller durchführbar. Die Messung kann darüber hinaus an versierte Assistenten oder Sprechstundenhilfen delegiert werden.
Obwohl es sich um ein nicht-invasives Messverfahren handelt, werden mit myoscope Messergebnisse und Auflösungen erzielt, die mit denen eines Nadel-EMG absolut vergleichbar sind.
Durch die Bereichsmessung mit 16 goldenen Messfühlern ergeben sich zusätzliche Messgrößen, wie die synchrone Myographie von benachbarten Motorischen Einheiten oder die Visualisierung des Fortschreitens von Aktionspotentialen beziehungsweise die Erfassung der Muskelleitgeschwindigkeit.
Durch geringe Größe und Gewicht ist myoscope platzsparend und mobil einsetzbar. Dies macht myoscope für den täglichen Gebrauch besonders geeignet.
Die aufgezeichneten Messdaten können einfach abgespeichert und ausgedruckt werden.
Studien
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